An Ostern gedenken Christen der Auferstehung Jesu. Dem Osterfest voraus geht die Karwoche. Die Karwoche ist die Woche unmittelbar vor Ostern. Das Wort „Kar“ kommt vom althochdeutschen „Kara“ und bedeutet „Klage, Sorge, Kummer, Trauer“. Es ist für Christen die Woche des Leidens und Sterbens Jesu.

Am Beginn – dem Palmsonntag – wird in der Bibel vom Einzug Jesu in Jerusalem erzählt, wo die Menschen ihm zujubelten. Sie schwangen Palmzweige und feierten ihn wie einen König.

Der Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern feierte. Nach dem Abendmahl wurde Jesus verraten, gefangen genommen und es beginnt sein Leidensweg bis hin zum Tod am Kreuz. Der Karfreitag ist der Gedächtnistag an das Leiden und Sterben von Jesus. Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe. Nachdem Jesus am Kreuz starb, wurde sein Leichnam in ein Felsengrab gelegt. In der Nacht des Karsamstags beginnt Ostern, ein großes Freudenfest für gläubige Christen.

„Christus starb für unsere Sünden. Er wurde begraben und auferweckt am dritten Tage. Er erschien dem Petrus und danach den zwölf Aposteln“ (1 Kor. 15,3-5)

Anregungen für das Familienleben:

  • einen gemeinsamen Spaziergang durch die Natur machen; bewusst den endenden Winter (Tod) und den beginnenden Frühling (Auferstehung) nachspüren
  • zusammen Ostereier färben
  • Osterhasenspiel: Es werden ein oder zwei Jäger gewählt, die versuchen müssen, Osterhasen zu fangen. Die Osterhasen tragen bunte Bänder am Hosenbund. Die Jäger müssen so viele Bänder wie möglich erwischen. Der Osterhase, der als letzter noch sein Band hat, gewinnt.
  • Osterlämmchen backen
  • Osterkerze gestalten als Zeichen, dass Licht ins Dunkel strahlt
  • gemeinsames Osterfrühstück mit schön gedecktem Tisch (in der Großfamilie, mit den Nachbarn etc.)
  • Ostergeschichten erzählen oder aus der Kinderbibel vorlesen
  • Osternester verstecken und suchen
  • das neue Leben ins Haus holen: blühende Zweige, Frühlingsboten.