
Am Beginn der Adventszeit – am 6. Dezember – wird das Fest des heiligen Nikolaus gefeiert. Es ist mit vielen verschiedenen Bräuchen verbunden. Meistens tritt der Nikolaus als Gabenbringer auf; er beschenkt Kinder und Erwachsene, kommt zu Besuch oder steckt heimlich und ungesehen Geschenke in aufgestellte Stiefel vor der Tür.
Es gibt viele Erzählung und Legenden über den heiligen Nikolaus, die das Leben des gütigen Bischofs beschreiben. Nikolaus wurde im 4. Jahrhundert als Sohn reicher Eltern in Kleinasien (der heutigen Türkei) geboren. Seine Eltern waren sehr reich und starben früh. Der junge Mann Nikolaus lebte ein Leben im Luxus, bis er eines Tages erkannte, dass ihn das nicht erfüllte. Daraufhin gab er den armen und kranken Menschen von seinem Reichtum ab. Eine Legende erzählt, wie er drei Töchtern eines armen Mannes mit Gold gefüllte Beutel in die Kammer warf, damit sie sich Aussteuer für die Hochzeit kaufen konnten. Später setzte sich Nikolaus als Bischof für arme, notleidende und verfolgte Menschen ein. Er ist der Schutzpatron der Kinder, Schüler und der Seeleute.
Die Zeiten, in denen das Nikolaus-Fest missbraucht wurde, um Kindern Strafpredigten über Missetaten zu halten, sollten lange vorbei sein.
• gemeinsam Schuhe putzen und vor die Tür stellen
• dem Nikolaus ein Bild malen
• für den Besuch des Nikolaus eine Feier vorbereiten
• anderen eine kleine Überraschung bereiten
• Nikolaus-Lieder singen
• Nikolaus-Spruch: „Lieber guter Nikolaus, komm doch heut in unser Haus. Lehr uns an die Armen denken, lass uns teilen und verschenken. Zeig uns, wie man fröhlich gibt, wie man hilft und wie man liebt.“
